Newsmeldung

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10.12.2015

ISL macht einen guten Job

Im Gespräch mit Thomas Netzer, Geschäftsführer von Ilmpack, Weimar.

Wie genau sieht sie Zusammenarbeit mit ISL Serba aus?

Wir haben hier den besonderen Fall einer sich sinnvoll ergänzenden Partnerschaft: ISL ist für uns ein Zulieferer, der ergänzend Komponenten aus Schaumstoffen herstellt, die wir in unsere Verpackungen aus Wellpappe einbringen. Gleichzeitig ist ISL auch einer unserer Kunden, den wir mit Wellpappverpackungen beliefern, die dort weiterverarbeitet werden. Manchmal entstehen Verpackungslösungen, manchmal Produktlösungen. In beiden Fällen entstehen letztlich kombinierte Verpackungen mit einem Äußeren aus Wellpappe und einem Schaumstoffinnenleben.

Wann greifen Sie auf Schaumstoffkomponenten zurück?

Immer dann, wenn etwas besonders Empfindliches zu verpacken ist, z. B. elektronische Produkte und Bauteile sowie hochwertige optische Geräte. In erster Linie sind wir natürlich ein Wellpappenbetrieb und arbeiten vorwiegend mit diesem Material, aber an Schaumkomponenten kommen wir natürlich nicht vorbei – und dann kombinieren wir.

Und diese Komponenten kommen dann immer von ISL?

Nicht immer, das kommt auf die Art von Schaum an, die benötigt wird. Einfache Teile aus einem Block heraus können wir mit unseren Maschinen auch selbst bearbeiten. Wenn es aufwendig wird, stoßen wir doch schnell an unserer Grenzen, zum Beispiel, wenn Schaum verschweißt werden muss oder wenn verschiedene Ebenen einzuarbeiten sind, weil unterschiedliche Höhen gebraucht werden. Dann sind Spezialisten mit dem entsprechenden Maschinenpark gefragt.

Was wir auch nicht vergessen dürfen: Letztlich ist es der Kunde der entscheidet, welche Lösung aus welchem Material er haben will. Wir können nur Empfehlungen aussprechen.

Nutzen Sie auch die Konstruktion bei ISL?

Bei komplexen Konstruktionen geht das gar nicht anders. ISL muss die Verpackung bzw. deren Schaumkomponenten ja dann auch produzieren, und zwar so, dass sie den erforderlichen Schutz gewährleistet. Da greifen wir gern auf deren Entwicklungskapazitäten zurück.

Wie läuft die Konstruktion sonst typischerweise ab?

»Typisch« gibt es bei uns nicht in dem Sinne. Aber meist werden die Verpackungen hier bei uns in der Produktentwicklung durchkonstruiert, mit sämtlichen Komponenten. Es kann sein, dass nach Rücksprache mit ISL noch etwas Fine Tuning in Bezug auf die Schaumstoffteile stattfindet. In besonderen Fällen und wenn wir das zu verpackende Gut 1:1 auf dem Tisch haben, kann es auch mal sein, dass der Außendienstler es mit auf seine Tour nimmt und in Serba vorbeibringt, damit sich die Kollegen selbst ein Bild machen können.

Die Branche, die Sie bedienen, ist letztlich dieselbe wie bei ISL – sind Sie dann nicht in gewisser Weise auch Konkurrenten?

Theoretisch, wenn man es so sehen will, ja – denn die Endverpackung als Kombination aus Wellpappe und Schaum bieten beide Unternehmen ihren Kunden an. Aber wir kommen uns da nicht ins Gehege und gehen fair miteinander um.

Wie lange läuft die Zusammenarbeit mit ISL Serba schon?

Die Zusammenarbeit läuft schon länger als 10 Jahre, hat sich aber in den vergangenen 5–6 Jahren deutlich intensiviert, und das geht sehr stark auf ISL zurück. Wir wurden angesprochen, ob wir als Qualitätslieferant nicht einen größeren Teil der Pappkomponenten liefern könnten, mussten uns aber erst auf den für ISL sehr wichtigen Schwerpunkt Kleinstserien einstellen.  Da sind auch schon mal nur 3 oder 5 Kartonagen gefragt. Mit dem jetzt vorhandenen Produktionsplotter lässt sich das gut realisieren und wir sind auch für künftige Herausforderungen gewappnet. Nur wenn es darum geht, diese Kleinserien auch noch zu bedrucken, müssen wir momentan passen. Aber so ist das eben auch bei einer Kooperation  – beiden Seiten bemühen sich, die Wünsche des anderen zu erfüllen. Meistens klappt das, aber manchmal muss man auch passen.

Welche Kriterien sind für Sie relevant bei der Auswahl eines Partners wie ISL?

Die regionale Nähe ist sehr wichtig. Ob Wellpappe oder Schaum – wir reden hier von Produkten mit hohem Volumen und wenig Gewicht – da sind lange Transportwege extrem kontraproduktiv. Das Zweite ist natürlich eine konstant hohe Qualität. Das Dritte kompakte Prozesse bei Angebotserstellung und Konstruktion.

Das klingt insgesamt nach einer positiven Einschätzung?

Ja, ISL macht einen guten Job, keine Frage. Man merkt, dass die Leute viel Erfahrung haben und ihr Material bestens kennen. Auch die Vielzahl der Verarbeitungsmöglichkeiten ist positiv herauszuheben. Wir haben ein gutes Verhältnis – es passt einfach, wie man so sagt. 

 
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